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1. FCN Roll- und Eissport e.V.: Nürnberger Blindenskater bei DM erfolgreich
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Veröffentlicht am: Dienstag, den 04. Mai 2010
1. FCN Roll- und Eissport e.V.
Bei den im nordrhein-westfälischen Kerpen ausgetragenen Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon für blinde und sehbehinderte Speedskater konnten die einheimischen Sportler vom Speed-Team Nürnberg des 1. FCN Roll- und Eissport insgesamt sieben Goldmedaillen gewinnen. Die von Volker Springhart betreuten Skater stellen damit das erfolgreichste Team. Zusätzlich wurden fünf neue Deutsche Rekorde und zwei Deutsche Altersklassenrekorde erzielt. Herausragend dabei gestaltete sich der Auftritt von Leila Wenisch, die in der Seniorenaltersklasse 30/Startklasse B2 der Damen skatet und zum ersten Mal an einer Meisterschaft teilnahm. Ihr gelang es, die magische Schallgrenze von 1 Stunde mit 58.53,07 Minuten deutlich zu unterbieten und sich in neuer Rekordzeit die Goldmedaille zu sichern.

Die Wettkämpfe der Blinden und Sehbehinderten weisen im Vergleich zu denen ihrer nichtbehinderten Sportkameraden einige Besonderheiten auf. Eine Wettkampfklasse setzt sich z. B. immer aus Alters- und Startklasse zusammen. Dabei gibt es bei den Startklassen folgende Klassifizierung:
  • B1: hier laufen alle vollständig blinden Athleten bzw. Athleten mit minimalem Restsehvermögen mit einem Begleitläufer, der an der Hand führt.
  • B2: hier starten hochgradig sehbehinderten Skater, die zur Orientierung zwar einen Begleitläufer dabei haben, von diesem jedoch ohne Handberührung geführt werden.
  • B3: dieser Startklasse gehören alle Sportler an, die eine Sehbehinderung haben, aber dennoch in der Lage sind, sich auf Grund ihrer Restsehkraft und ihres eingeschränkten Sichtfelds noch so weit zu orientieren, daß sie ohne Begleitläufer skaten können.
Auch bei den Rennen selbst gibt es einige Besonderheiten. Der Start erfolgt immer mit Vorankündigung, also durch ein „Zum Start bereit machen!“, gefolgt von einem Pfiff als Startsignal anstelle des sonst üblichen Pistolenschusses. Und der Rundenzähler, der sonst nur die letzte Runde mit einer Glocke einläutet, sagt diese zusätzlich laut an, damit sich die Sportler besser orientieren können. Das ökonomische, weil kraftsparende Windschattenfahren wird erschwert, da nicht nur die Skater, sondern auch die Begleitläufer im gleichen Rhythmus hintereinander her skaten müssen. Und auch die Überholvorgänge gestalten sich deutlich schwierigerer als bei den Nichtbehinderten, da Läufer und Begleiter darauf achten müssen, das überholte Duo nicht zu behindern.

Die neuen Deutschen Halbmarathonmeister aus Nürnberg sind:
  • Aktive Herren B2: Johannes John, 1:00.11,84 h, Deutscher Rekord
  • Aktive Damen B1: Martha Kosz, 1:11.43,92 h, Deutscher Altersklassenrekord
  • Senioren AK 30 Herren B1: Matthias Landgraf, 1:11.03,12 h, Deutscher Rekord
  • Senioren AK 30 Herren B2: Eugen Riske, 1:13.08,53 h, Deutscher Altersklassenrekord
  • Senioren AK 30 Damen B1: Margit Schaßberger, 1:05.27,93 h, Deutscher Rekord
  • Senioren AK 30 Damen B2: Leila Wenisch, 58.53,07 min, Deutscher Rekord
  • Senioren AK 30 Damen B3: Christine Fink, 1:21.02,27 h, Deutscher Rekord











 
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